Zaungast bei der World Federation of Company Sport 2

 

P1010244Am Mittwoch ging es zur Akkreditierung und zur Eröffnungsfeier in das nahe gelegene Palma, die Hauptstadt Mallorcas. Im Parc de la Mar trafen sich die Sportler aus den unterschiedlichsten Nationen. Frankreich ist wohl am stärksten vertreten – und durch ihre einheitliche Ausrüstung mit weißen Hüten, blauen Trikots und Trikolore-Fahnen gaben die französischen Teilnehmer ein tolles Bild ab. Besonders gute Stimmung verbreiteten die Jung von Airbus, die große aufgeblasene Flugzeuge schwenkten und auch sonst für jeden Quatsch zu haben waren. Die Eröffnungsfeier an sich war ein bisschen merkwürdig – mit einem Moderator, der nicht besonders gut vorbereitet schien und recht schlecht englisch sprach, einem Orchester, das nicht angekündigt wurde, etlichen Grußworten von Honoratioren (für die sich niemand interessierte) und einem Einmarsch der Gladiatoren, der von Ordnern in schrillen Trillerpfeifen begleitet wurde. Es war ja eigentlich auch kein Publikum da, das den Einmarsch feierte. So feierten sich die Teilnehmer selber.  Dann gab es noch eine Kultur-Einlage mit mallorquinischer Musik (bestehend aus Dudelsack und Trommel) und zwei Tänzern und weißen Overalls mit grünen und roten Flecken und einer Hörnermaske und einem großen Pfahl in den Händen, die sich umkreisten und einen Kampf andeuteten. Und zum Abschluss machte ein DJ Musik, zu der sich ein Tänzer mit freiem Oberkörper und zwei leicht bekleidete Tänzerinnen lasziv, aber etwas gelangweilt auf der Bühne bewegten. Nun ja, ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber das jedenfalls nicht.

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Am nächsten Morgen starteten dann unsere Sportler zu  ihren Wettkämpfen. Manche mussten extrem früh los, andere konnten entspannt frühstücken und erst mittags ihre Wettkampfstätten aufsuchen. Der versprochene Shuttle-Service funktionierte meist nicht, und so waren die meisten Sportler erstmal hektisch damit befasst, sich Taxis oder Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Nur unsere Schachspieler  hatten noch einen freien Tag, den sie erstmal mit Sektfrühstück einläuteten. Über das Schachspielen habe ich bei der Gelegenheit nicht viel gelernt, eigentlich nur, dass es immer auf den Gegner ankommt.  Äh ja.

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Zaungast bei der World Federation of Company Sport 1

Ich habe Gelegenheit, die 20-köpfige Mannschaft der Schwäbisch Hall-Gruppe bei ihren Wettkämpfen auf Mallorca zu begleiten. Heute ist Dienstag. Bereits am Sonntag sind die ersten neun BSH-Sportler angereist – auf eigene Kosten, versteht sich. In der Nähe von Palma, im kleinen von Tourismus geprägten Küstenort Illetas, haben sie Quartier genommen. Die Stimmung ist fröhlich und entspannt, in großer Runde sitzen die Kollegen morgens zum Frühstück und beim täglichen Abendessen zusammen. Vertreten sind bislang die Sportarten Golf und Patenque (eine Sportart, ähnlich dem Boule).

Ich lerne über Patenque, dass die kleine Zielkugel „Schweinchen“ heißt. Dass man nicht aus dem Handgelenk, sondern aus der Schulter werfen sollte. Dass beim Patenque die Füße geschlossen und innerhalb einer Markierung bleiben müssen. Dass es sehr auf die Beschaffenheit des Untergrunds ankommt. Dass die Franzosen die ewigen Favoriten sind. Und dass es beim Werfen auch einen Rückspin gibt (als ich den nachvollziehe, haue ich ein Glas Orangensaft über den Frühstückstisch und verzichte danach auf weitere Details).

Ich begleite drei der fünf Golfspieler zu einem der drei Golfplätze, auf dem das Turnier ausgetragen wird. Vom Hotel schraubt sich der Fußweg etliche Höhenmeter nach oben, entlang an luxuriösen Anwesen, wo die Schönen, die Reichen und die ganz schön Reichen wohnen. Mallorca ist ein wahres Eldorado für Golfer: Hier können sie auf rund 35 Plätzen von März bis November ihrem Hobby nachgehen. Ich lerne über Golf, dass hier eine strenge Kleiderordnung herrscht und Polohemd mit Kragen Pflicht ist. Dass eine Runde Golf auf einem 18-Loch-Platz bedeutet, dass man etwa fünf Stunden und etliche Kilometer in praller Sonne mit einer schweren Golftasche unterwegs ist. Dass in der Golftasche 14 verschiedene Schläger für verschiedene Schlagsituationen sind. Und dass man auf manchen Golfplätzen – speziell denen, die von Wasser umgeben sind – einen großen Ballvorrat braucht. Schön ist übrigens, dass bei Golfturnieren Fast-Profis (der beste BSH-Golfer hat ein Handicap von 3) und  Anfänger (Handicap 34) gemeinsam spielen können und alle dabei Spaß haben.

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Schneezauber

Eine ganze Woche Ski-Urlaub – welch ein Luxus. Mein letzter Urlaub im Schnee liegt schon sieben oder acht Jahre zurück, und ich war mir im Vorfeld gar nicht sicher, ob ich noch auf den Brettern stehen kann.

Das Skigebiet Montafon ist bei Hallern sehr beliebt, weil es schnell und gut zu erreichen ist. Schon vor 25 Jahren habe ich in Gaschurn mit Freunden Wochenenden im Schnee verbracht – ich denke gern daran zurück. Diesmal ist der Ort Schruns das Ziel. Nach nur 3 Stunden und 9 Minuten Fahrzeit ist das Ziel erreicht. Das oberhalb des Orts gelegene Chalet Christl bietet nicht nur einen wunderbaren Blick über Schruns, sondern auch vier sehr komfortable und sehr gut ausgestattete Ferienwohnungen. Eine davon ist unsere.

Bei unserer Ankunft steht ein riesiger Schwarm Krähen über dem Tal. „Dann gibt es Schnee“, sagt die Vermieterin und schenkt uns großzügig aus einer nicht etikettierten Flasche Schnaps ein. „Zitronen-Birne“, sagt sie mit Kennerblick, während sich eine brennende Spur ihren Weg in meinen Magen bahnt.

Den Anreisetag nutzen wir für einen Großeinkauf im örtlichen Supermarkt mit dem netten Namen Sutterlütti. Als erstes decken wir uns mit einem zwölf Monate gereiften Bergkäse ein. Was für ein Geschmackserlebnis! Auch hier ist  – wie in unserer Dorfkäserei Geifertshofen – das Label „Heumilchkäse“ ein Zeichen für Qualität.

Die Krähen hatten übrigens recht: Den ganzen Abend, die ganze Nacht gibt es dichtes Schneetreiben. Die Schneepflüge sind die ganze Nacht unterwegs, um der Schneemassen Herr zu werden.

Am nächsten Morgen machen wir uns zu Fuß den steilen Weg hinunter ins Dorf. Dreimal zieht es mir die Füße weg, als ich unter dem dicken Neuschnee auf vereisten Untergrund gerate. Mit der Gondel geht es hinauf zur Bergstation, wo wir unsere Skiausrüstung und ein Ski-Depot (ein beheiztes Spindfach für  Skier und Skischuhe) reserviert haben. Jetzt könnte es eigentlich losgehen, doch draußen herrscht ein Schneesturm, der einem  eisig ins Gesicht fegt und die Sicht nimmt. Wir versuchen es, doch man sieht teilweise keine zehn Meter weit.

Das ist zu gefährlich, gerade für mich, die dieses Skigebiet nicht kennt und sich – sobald ich den Anschluss an die Gruppe verliere – hoffnungslos verfahren würde. Gegen Mittag deponieren wir die Skier in den Schränken und machen uns auf den Heimweg.

Am Montag erwartet uns ein strahlender Sonnentag mit azurblauem Himmel und wunderbarem Schnee. Er entschädigt uns für das gestrige Sauwetter. Wir fahren Ski, biss wir nicht mehr können und die Oberschenkelmuskulatur jault. Bei solchen Bedingungen macht es so richtig Spaß.

Dienstag und Mittwoch ist das Wetter nicht ganz so gut. Mittwoch morgen beschließen wir daher, die Skier gegen Schlitten zu tauschen und heizen mit vier Leuten auf drei Schlitten einen ca. 5 km langen Ziehweg hinunter. Das geht nicht ohne gelegentliche Havarien ab – und großem Gelächter.

Der Donnerstag ist wieder ein Traumtag mit Sonne satt und herrlichen Pisten. Wir sind schon um zehn Uhr auf den Brettern und fahren – abgesehen von 30 min. Mittagspause – bis 15 Uhr. Danach sind wir schon recht erschöpft, beschließen aber wegen des wunderbaren Wetters, zu Fuß von der Bergstation zur Mittelstation zu gehen. Das ist der 5 km lange Schlittenweg von gestern. Nachdem uns die Gondel nach Schrunz heruntergebracht hat, machen wir ein paar Besorgungen im Dorf, ehe wir uns dann brotfertig zu unserem Quartier hochschleppen. Eine Dusche und eine Stunde in der Infrarotkabine heben wieder die Lebensgeister. Ich muss sagen: Die Infrarotkabine ist ein echter Pluspunkt im Chalet Christl. Die Tiefenwärme entspannt die beanspruchten Muskeln und tut gerade dem Rücken gut. Und der Blick vom Balkon ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Erlebnis.

Auch am Freitag erwartet uns wieder wunderbares Wetter und beste Schneebedingungen. Wir genießen unseren letzten Skitag und fahren nochmal all unsere Lieblingspisten herunter. Abends geben wir unsere Skier wieder ab und räumen unseren Depotschrank. Nach einem letzten Aufenthalt in der Wärmekabine gibt es deftige Kässpätzle – lecker.

An unserem Abfahrtag ist das Wetter wieder umgeschlagen. Es schneit, was die tiefhängenden Wolken hergeben. Wir sind früh aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt, schon um 8 Uhr sind wir abfahrbereit. Vorsichtig fahren wir die Anhöhe herunter, die wir all die Tage nach dem Skifahren so müde heraufgelaufen sind. Letzte Einkäufe, Tanken, dann machen wir uns auf den Heimweg. Ein wunderbarer, entspannender Winterurlaub liegt hinter uns – eine Woche mit drei Sonnentagen, viel Schnee, einer wunderbaren Landschaft und netten Menschen.


 

 

 

 

 

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Rückblick 2015

Auch in diesem Jahr versuche ich einen Rückblick auf mein ganz persönliches Jahr 2015.

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Es geht nicht immer geradeaus im Leben

Familie – Meine Tochter hat vor wenigen Tagen ihren 17. Geburtstag gefeiert. Die Pubertät mit all den Stimmungsschwankungen, Mucken und Krächen liegt nun weitestgehend hinter uns. Das letzte Jahr war sehr harmonisch, und ich habe das Zusammenleben mit ihr sehr genossen. Vielleicht auch, weil sich auch langsam das Ende ihrer Schulzeit und letztlich auch unseres dauerhaften Zusammenlebens abzeichnet. Sie ist im September in die KS2 gekommen, nun liegt das Abitur vor ihr. In der KS1 hatte sie nochmal Gas gegeben und ihre Leistungen in einigen Fächern erfreulich verbessert. Das gab noch einmal Auftrieb. Nach wie vor nimmt sie Gesangsunterricht und ist eine Leistungsträgerin im Sopran des Gospelchores. Im Dezember verstärkte sie den Schulchor bei einem wunderbaren Konzert. Dort wurde das Weihnachtsoratorium von Camille Saint Saens aufgeführt.

Chor und Orchester des ESZM

Chor und Orchester des ESZM

Gerade macht sie den Führerschein. Seit einem Jahr hat sie einen netten Freund und ist mit ihm sehr glücklich.

 

Mein Vater ist dieses Jahr 76 Jahre alt geworden. Er lebt nun mehr als zwei Jahre in Michelbach und fühlt sich hier nach wie vor sehr wohl. Besonders genießt er das außergewöhnlich gute Verhältnis zu seiner Enkelin. Ich besuche ihn fast jeden Tag in seiner gemütlichen Wohnung, die nur 50 Meter von unserem Haus entfernt liegt. Er kocht an den Wochenenden für uns und unterstützt uns, wo er kann. Besonders genießt er gemeinsame Theater- oder Konzertbesuche und die Besuche im Biergarten auf dem Einkorn im Sommer.

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An Pfingsten trafen meine Tochter und ich in Amsterdam auf meine niederländischen Cousinen Suzanne und Andrea. Wir haben unser Wiedersehen sehr genossen und einen unheimlich schönen und redseligen Abend miteinander verbracht.

Beruf – Meine Arbeit als Redakteurin einer Mitarbeiterzeitung macht mir immer noch große Freude. Leider muss mein Arbeitgeber wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase zur Zeit einen strikten Sparkurs fahren. Deshalb mussten wir uns im Frühjahr von einem Kollegen verabschieden, den wir sehr liebgewonnen hatten, dessen befristeter Vertrag aber nicht verlängert werden konnte. Zum Glück hat er eine neue Stelle gefunden, aber ich vermisse ihn sehr.

Haus – Nach der Renovierungsaktion 2013 und 2014 habe ich in diesem Jahr eine Pause eingelegt und nur Kleinigkeiten erneuert.

Ehrenamt – Nun bin ich schon zwei Jahre lang Mitglied des  Kirchengemeinderats von Michelbach.

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Martinskirche in Michelbach

Zur Zeit begleiten wir  den Umbau des Evangelischen Kindergartens, der demnächst abgeschlossen ist. Im Jahr 2015 entstanden wieder zwei  Gemeindebriefe, für die ich als Redakteur und Gestalter tätig war. Inzwischen haben wir inzwischen 14 Briefe herausgegeben. Das sehr gut eingespielte vierköpfige Redaktionsteam leistet tolle Arbeit.

Freude macht mir auch die Arbeit als Vorstandsmitglied des Gospelchores. Das  aus vier Personen bestehende Gremium hat inzwischen eine Aufgabenteilung gefunden, die sich bewährt. Ich bin insbesondere für Information und Kommunikation zuständig. Die Informationen für den Chor laufen nun über einen internen Blog, den mein Kollege Hartmut angelegt und im Lauf des Jahres optimiert hat. Ich befülle den Blog und habe dieses Jahr mehr als 70 Beiträge geschrieben. (Darüber habe ich vermutlich meinen eigenen Blog hier vernachlässigt.) Außerdem haben wir die Homepage erneuert. Auch hier hat Hartmut richtig gute Arbeit geleistet.  Dank eines wunderbaren Fotoshootings mit Profifotograf Ufuk Arslan  bekamen wir auch entsprechend schönes Fotomaterial.   Ein weiterer Kommunikationskanal ist die Facebookseite des Chores, um die ich mich inzwischen auch kümmere.  Die Rückmeldungen sind insgesamt sehr positiv.

Musik – Ich singe mittlerweile seit etwa zwölf Jahren im Gospelchor, meine Tochter ist etwa seit acht Jahren dabei. Inzwischen singen wir beide auch Solo-Parts und auch zusammen im Duett, was ich immer besonders schön finde.  In diesem Jahr hatten wir ein schönes Konzert im Januar in Sulzbach-Laufen, dann einige Auftritte übers Jahr verteilt in Gottesdiensten, und zum Schluss noch einen tollen Auftritt zum Abschluss des Weihnachtsmarktes auf der Treppe.

Konzert auf der Treppe von St. Michael

Konzert auf der Treppe von St. Michael

Auch sprang ich dieses Jahr wieder bei einer Hochzeit in Westheim vertretungsweise für unsere Dirigentin ein.

Weil mir das Singen in einem großen Projektchor im vergangenen Jahr mit dem Gospel-Musical Amazing Grace so viel Spaß gemacht hatte, war ich dieses Jahr beim Oratorium des „Pop-Messias“ dabei. Besonders hat es mich gefreut, dass meine Tochter auch mitgemacht hat. Ich sang zunächst alleine bei der Aufführung in Heilbronn  mit, zusammen führten wir dann den Pop-Messias  auf dem Kirchentag in Stuttgart auf. In der Porsche-Arena auftreten – das macht man auch nicht jeden Tag. Auch ein ziemlich cooles Erlebnis.

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Im Projektchor des Pop-Messias

Stuttgarter Porsche-Arena

Stuttgarter Porsche-Arena

Der Michelbacher Flötenkreis verfügt nun über eine weitere Großbass-Spielerin – nämlich mich. Ich habe mir für schrecklich viel Geld einen wunderschönen Großbass gegönnt.

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Mein neuer Großbass

Im Mai hatten wir ein sehr schönes musikalisches Projekt gemeinsam mit dem Tüngentaler Kirchenchor. Wir führten eine Mozart-Messe auf – für mich als mittelmäßig talentierte Flöterin eine absolute Herausforderung. Ich musste richtig feste üben!!!

Mozart-Messe - eine Herausforderung!

Mozart-Messe – eine Herausforderung!

Ende des Jahres haben sich für zwei Auftritte die Flötenensembles des Michelbacher Schulzentrums und der Kirchengemeinde vereint. Wir waren rund 30 Flöten – das war schon ein richtiges Orchester mit beeindruckendem Sound!

Ach ja, die Band DECAY, deren treuer Fan ich seit Jahren bin, feierte dieses Jahr  ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Wie bei Wein werden die Jungs mit den Jahren immer besser. Nach wie vor bin ich oft bei den Proben dabei und lasse mir keinen Auftritt entgehen. Dieses Jahr spielte die Band zum Beispiel beim Sommernachtsfest und auch zum BRT-Jubiläum in Westheim. Legendär war auch das interne Jubiläumsfest bei Odi. Ich glänzte  beim DECAY-Quiz mit profundem Halbwissen über die Bandgeschichte und gewann ein altes Plakat.  Auch freute ich mich sehr, bei Annis Geburtstag dabei sein zu dürfen. Das Mottofest führte zurück in die Sechziger, und mein Outfit war ziemlich laut.

Die Jungs von Decay - da mal a capella

Die Jungs von DECAY – hier mal a capella

Reisen – Dieses Jahr machten meine Tochter und ich in den Pfingstferien eine Tour nach Amsterdam und Zandvoort. Unterwegs besuchten wir noch meine alte Studienstadt Aachen und auf dem Rückweg machten wir Station bei meiner Freundin Iris, die ich lange nicht mehr gesehen hatte – eine große Freude für mich.  Im August besuchte ich dann bei großer Hitze für ein langes Wochenende Österreichs Hauptstadt Wien.

Freunde – Wieder lagen in meinem Freundeskreis Freude, Sorge und Trauer wieder eng beieinander. Ich war auf einer Hochzeit eingeladen und erlebte den Beginn eines gemeinsamen Lebenswegs. In meinem Kollegen- und Bekanntenkreis wird zweimal Nachwuchs erwartet. Drei Freunde fanden neue Partner und wirken sehr glücklich. Andere Freunde erkrankten schwer. Wieder verloren Freunde von mir ihre Eltern. Lilly, ein sehr lieber und von mir geschätzter Hund, musste eingeschläfert werden.

Llilly - unvergessen!

Lilly – unvergessen!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder festgestellt, wie wichtig und inspirierend meine Familie und Freunde für mich sind. Danke für die Zuwendung, für die Kameradschaft, das Gefühl von Verbundenheit und Vertrauen. Es war schön mit Euch!

Euch allen, liebe Freunde, ein glückliches, gesegnetes, erfolgreiches, gesundes Jahr 2016.

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Refugees welcome – handeln statt lamentieren!

Die Situation der syrischen Flüchtlinge, die Bilder von zerstörten Häusern und Städten, Terror gegen die Bevölkerung, Menschen auf der Flucht, überfüllte Seelenverkäufer, angeschwemmte Ertrunkene, Menschenmassen zusammengepfercht vor Grenzen, zu Fuß auf ungarischen Autobahnen, pöbelnde Glatzen vor Flüchtlingsheimen, aber auch die Welle der Hilfsbereitschaft und Menschen, die zupacken – das alles beschäftigt mich in diesen Tagen sehr stark. Dieses Thema polarisiert auch die sozialen Medien mehr als jedes andere Thema, das ich je erlebt habe. Ich merke selbst, dass es auch mich packt. Ich stöbere in Kommentaren und bin oft schockiert von der Dummheit und Dumpfheit mancher Mitbürger. Auch meine Toleranz mit anders Denkenden wird kleiner: Ein Facebook-„Freund“ enttarnte sich als Pegida-Anhänger, ein anderer teilte Sprüche mit schwarz-braunem Gedankengut – beide flogen aus meiner Timeline.

Klar muss die Politik sich dieser Probleme dringend annehmen. Aber auch die Menschen vor Ort sind gefragt. Wenn jeder nur einen kleinen Beitrag leistet, dann kann sich viel bewegen. Auch ich versuche – im Rahmen meiner Möglichkeiten – ein bisschen dazu beizutragen, damit Flüchtlinge hier ein menschenwürdiges Leben führen können. Seit nunmehr einem Jahr sammele ich im Kollegenkreis der Bausparkasse Schwäbisch Hall Sachspenden, die ich an den Freundeskreis Asyl im Kirchenbezirk Gaildorf weiterleite. Dessen Mitglieder betreuen das Flüchtlingsheim in Ottendorf. Für die Menschen dort haben meine Kollegen Kleidung gespendet, Bettwäsche, Vorhänge, Kickschuhe, Schulranzen und Spielzeug, Staubsauger und sogar eine Nähmaschine. Für eine Roma-Familie in Hirschfelden konnten wir ein Kinderbett samt Matratze und Bettwäsche organisieren. Mit meinen elektronischen Suchanzeigen im Intranet meines Arbeitgebers erreiche ich rund 3.000 Kollegen und kann gezielt nach Sachspenden suchen, die der Freundeskreis Asyl für die Flüchtlinge besonders dringend benötigt. Jedes Mal war ich überwältigt von der Bereitschaft der Schwäbisch Hall-Mitarbeiter, zu geben, zu helfen, zu spenden. Gelebte Solidarität – auch das, gerade das ist für mich Heimat. Danke!

Die letzte Sammlung: Ranzen für Schulanfänger

Die letzte Sammlung: Ranzen für Schulanfänger

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Imperiales Wien

Vom Glanz der k. und k.-Monarchie ist noch viel zu erahnen, wenn man Wien durchstreift. Ein verlängertes Wochenende führt mich in Österreichs Hauptstadt – natürlich zu wenig Zeit, um eine Stadt richtig zu erkunden und auch mit Muße Museen zu durchstöbern oder Ausgefallenes zu entdecken. Aber die zwei prall gefüllten Tage sind doch lang genug, um ein kleinen Eindruck zu bekommen.

Ein bisschen erschwerend sind die klimatischen Umstände: 36 Grad sind am Strand oder am Pool wunderbar auszuhalten. Um weite Strecken auf Asphalt zu laufen, während die heiße Luft wie eine Glocke über den Straßen liegt und kaum ein erfrischender Lufthauch zu spüren ist, sind diese Temperaturen eher hinderlich. Egal: Es gilt Wien kennen zu lernen.

Unser Quartier bietet dafür eine sehr gute und zentral gelegene Ausgangsbasis: Uns erwartet eine Zwei-Zimmer-Wohnung, nett und wohnlich möbliert und mit allem ausgestattet, was der Wien-Tourist so braucht. Sie liegt in der Rembrandtstraße, nur einen Katzensprung entfernt von der U-Bahn-Station Rossauer Lände am Nebenarm der Donau. Hier finden wir am Ankunftsabend auch gleich ein abwechslungsreiches Angebot an Gastronomie aus aller Herren Länder – genannt Summer Stage. Die richtige Umgebung, um sich von der anstrengenden Autofahrt zu erholen und noch ein Absacker-Bier zu trinken.

Am nächsten Tag bummeln wir Richtung Innenstadt. Von weitem halten wir die imposanten, nachts beleuchteten Zwillingstürme der Votivkirche für den Stephansdom, merken aber recht schnell, dass wir damit falsch liegen. Die fast mediterran wirkende Kathedrale bietet trotzdem einige hübsche Fotomotive:

Unser Spaziergang führt uns weiter zum Rathausplatz. Ein Großteil der imposanten Fassade wird durch eine gigantische Leinwand verdeckt. Hier findet zurzeit ein Filmfestival statt. Das macht uns neugierig: Abends wollen wir wiederkommen. Wir bummeln am Burgtheater vorbei und durch den Burggarten, eine grüne Oase inmitten der Stadt. Verschwenderisch blühen die Rosen und sprudeln die Springbrunnen.

Mittags sind wir dann am Stephansdom – ein Gotteshaus mit beeindruckenden Dimensionen

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In der Nähe des Stephansdom machen wir Rast in einem Straßencafé und ruhen uns ein bisschen von dem anstrengenden und heißen Fußmarsch aus. Hier gibt es ein wunderbare, unterirdische Bedürfnisanstalt in original Jugendstil mit blitzenden Messinghähnen und Holzbrillen. Außerdem finden wir hier eine Trinkwasser-Zapfsäule: ein echtes Labsal im föhnheißen Wien.

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Nach einem kleinen Einkaufsbummel (schließlich brauche ich ein paar Mitbringsel für die Familie) beschließen wir, den Nachmittag mit einer Donau-Fahrt zu verbringen. Unsere Hoffnung auf Abkühlung erfüllt sich allerdings nicht. An Deck knallt die Sonne, und überdies nervt eine Rotte aufgetakelter Touristinnen, die mit ihren albernen Selfie-Sticks herumfuchteln. Und anders als erwartet, ist von den Sehenswürdigkeiten Wiens von der Donau aus kaum etwas auszumachen. Das ist etwas enttäuschend.

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Mit der U-Bahn geht es dann zurück ins Quartier. Eine kühle Dusche, After-Sun-Creme und etwas Beine-hochlegen bringt dann wieder soviel Energie zurück, dass wir uns abends dann nochmal aufmachen zum Filmfestival am Rathausplatz. Dort ist die Hölle los in dieser lauen Sommernacht. Wir schwelgen in den Leckereien, die an den vielen Ständen angeboten werden und haben einen sehr netten Abend zur Musik von Bob Marley.

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Tag Zwei beginnen wir mit dem Hundertwasserhaus mit seiner unverwechselbaren Fassade.

 

Kurze Zeit später sind wir wieder am Stephansdom, wo die Fiaker in der Hitze ihre Droschkenpferde duschen.

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Von dort aus schlendern wir durch das mittelalterliche Wien mit seinen schmaleren, verwinkelten Gässchen. Hier finden wir auch das Mozarthaus, wo der Komponist „Die Hochzeit des Figaro“ schrieb.

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Die Synagoge ist ein unscheinbarer Bau, anders als die Synagogen in Prag mit ihrem orientalischen Stil. Aus den geöffneten Fenstern hören wir die Juden beten – es ist Sabat – und vor der Tür wachen Polizeiautos. Trauriger Alltag mitten in Europa.

Die Mittagszeit führt uns zum Naschmarkt, ein Fest für Augen und Nasen. Kleine Läden und Marktständereihen sich mit ihren liebevoll arrangierten Auslagen aneinander. Dazwischen kleine Restaurants und Imbissstände aus aller Herren Länder. Wir entscheiden uns für Thailändisches Essen – sehr lecker!

 

Nachmittags wandern wir weiter und passieren unter anderem die Spanische Hofreitschule. Die hätte ich gerne auch von innen angeschaut – aber leider ist Sommerpause.

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Wenn man schon in Wien ist, darf ein Wiener Schnitzel nicht fehlen. Appetitlich, sehr dünn, in fluffiger Pannade  und goldgelb gebacken wird es uns abends serviert. IMG_5669

Danach steht ein Ausflug in den Prater auf dem Programm. Der Prater ist ein Vergnügungs-Rummelplatz mit ganz langer Tradition. Natürlich müssen wir mit dem 120 Jahre alten Riesenrad fahren und das nächtliche Wien aus einer Höhe von 67 Metern bewundern.

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns schon wieder von Wien. Ein spannendes und ereignisreiches Wochenende mit vielen Eindrücken liegt hinter uns. Wien wird wohl nicht zu meinen Lieblingsstädten gehören – aber es hat Spaß gemacht, sich einen ersten Eindruck von dieser prächtigen Stadt an der Donau zu verschaffen.

Und jetzt noch ein paar nette Fundsachen aus Wien:

 

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Wilde Brise in Zandvoort

Nach den eher anstrengenden Tagen in Amsterdam mit viel Kultur und anstrengendem Pflaster-Treten hängen wir jetzt noch ein bisschen Seeluft-Schnuppern dran und fahren von Amsterdam nach Zandvoort an Zee. Dort habe ich als Kleinkind meine ersten See-Urlaube verbracht. Ich war in den ersten Lebensjahren viel krank, unter anderem hatte ich mehrere Lungenentzündungen, und meine Eltern hielten das Reizklima der Nordsee für einen gute Therapie.

Wir haben uns im Hotel Keur eingemietet, einem kleinen Hotel in günstiger Lage. Das Zimmer ist bescheiden, aber ausreichend.
Wir erleben Sonne und Nieselregen, machen ausgedehnte Strandspaziergänge und lassen uns tüchtig durchpusten, beobachten die Kite-Surfer, schwelgen in Pfannekuchen und neuem Hering und picknicken mit altem Gouda. Sehr entspannt geht es drei Tage später zurück Richtung Deutschland.

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