Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 markiert für mich als Mutter eine große Zäsur: Meine Tochter schloss ihre Schule erfolgreich ab, machte den nächsten Schritt in ihrem Lebenslauf und wurde volljährig. Von  daher kann ich nun  ein bisschen Verantwortung abgeben.

Familie – Meine Tochter ist nun 18 Jahre alt und damit volljährig geworden. Wo ist die Zeit geblieben?

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Das Jahr 2016 war sehr aufregend für uns alle. Das Kind machte sein Abitur am Evangelischen Schulzentrum Michelbach. In der Vergangenheit gab es durchaus auch Phasen des schulischen Durchhängens, in denen ich stark bezweifelt habe, ob es überhaupt je sein Abitur schaffen würde. Daher war ich erleichtert und überglücklich, als es dann tatsächlich so weit war. Und gar nicht mal sooo schlecht. Wir feierten mit einer wunderschönen glamourösen Abiturientin.P1010372

Kurze Zeit später bestand meine Tochter dann auch noch ihren Führerschein – Basis für künftige Mobilität. Ein paar Monate musste sie noch das begleitete Fahren ertragen. Jetzt kann sie sich dann den Führerschein auf dem Landratsamt abholen und losbrausen. Mögen alle Schutzengel sie begleiten! Was tun nach der Schule? Für meine Tochter stand schon relativ früh fest, dass sie nach der Schule erstmal ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren wollte. Und genauso stand für sie die Einrichtung fest: der Sonnenhof Schwäbisch Hall. Saudumm nur, dass bei der Bewerbung einiges schief ging und plötzlich eine Absage ins Haus flatterte. Ganz schnell mussten Alternativen her. Wir haben einen Haufen Bewerbungen (für ein freiwilliges soziales und alternativ kulturelles Jahr) geschrieben. Leider trafen wir in den seltensten Fälle auf ein professionelles FsJ-Management. Die wenigsten Stellen machten sich die Mühe, zu antworten oder gar die Unterlagen zurückzuschicken. Da hätte ich wirklich mehr erwartet. Aber langer Rede kurzer Sinn: Seit Mitte September hat meine Tochter eine Stelle in einer diakonischen Einrichtung namens Jugendhilfe Friedenshort in Öhringen. Sie braucht rund anderthalb Stunden, um mit Bus, Zug und Fahrrad dorthin zu gelangen. Da das alles von ihrer Freizeit abgeht, hat sie anstrengende und lange Tage. Der Anfang war ein regelrechter Schock für sie: Sie traf auf sehr traurige Schicksale –  vernachlässigte, verhaltensgestörte, aggressive, an ADHS leidende, mit Ritalin medikamentierte Kinder, die schon im Grundschulalter eine Akte und eine Negativ-Karriere hinter sich haben. Die erste Zeit war wirklich hart. Aber ich freue mich für sie, dass sie sich gut eingewöhnt hat und mittlerweile nicht mehr so leicht aus der Bahn zu werfen ist. Sie denkt über das Berufsziel Gymnasiallehrerin (Englisch/Deutsch) nach.

Mein Vater konnte in diesem Jahr seinen 77. Geburtstag feiern. Er fühlt sich nach wie vor sehr wohl in seiner Michelbacher Wohnung. Er kocht an den Wochenende regelmäßig für uns und nimmt mit großem Interesse an unserem Leben teil.

Beim Erntedankfest der Kichengemeinde mit Enkelin

Beim Erntedankfest der Kirchengemeinde mit Enkelin

Im Herbst hatte er ein paar gesundheitliche Probleme und war mit Verdacht auf Herzrhythmusstörungen einen Tag und eine Nacht zur Beobachtung im Haller Diakonie-Krankenhaus. Zu unserer Erleichterung hat sich dieser Verdacht aber nicht bestätigt. Auch sonst plagten ihn einige gesundheitliche Beeinträchtigungen. Hoffen wir, dass 2017 für ihn in dieser Hinsicht unter einem besseren Stern steht. Sehr schade war auch für ihn, dass sich der Gesundheitszustand seiner sehr netten Nachbarin verschlechterte. Sie ist nun im Pflegeheim des ASB in Michelbach untergebracht. Mein Vater besucht sie dort regelmäßig.

Im Frühjahr waren mein Vater und ich auf dem 50. Geburtstag meines Vetters Tobias in Waldshut eingeladen Wir freuten uns über das Wiedersehen mit den vier Geschwistern, die jeweils mit Familien angereist waren.

Beruf – Meine Arbeit als Redakteurin einer Mitarbeiterzeitung gefällt mir nach wie vor, wenn auch manche Rahmenbedingungen besser sein könnten. Zum Glück ist der Zusammenhalt und die Stimmung in unserem Team sehr gut. Eine Kollegin ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Darüber haben wir uns sehr mit ihr gefreut. Wir haben eine neue Mitarbeiterin ins Team bekommen, die für uns ebenfalls eine große Bereicherung ist. Die Niedrigzinsphase macht meinem Arbeitgeber und der gesamten Finanzdienstleistungsbranche natürlich zu schaffen. Das Unternehmen fährt einen strikten Sparkurs und muss sich strukturell verändern. Die Zeiten verlangen den Mitarbeitern viel Flexibilität ab.

Haus – Leider fand ein Steinmarder unser Haus sehr anheimelnd und hat es sich dort unterm Dach gemütlich gemacht. Im Frühling stellte es sich dann heraus, dass er – hauptsächlich bei meiner Doppelhaus-Nachbarin – die Dampfsperre durchgenagt und in der Dämmung Gänge und  Nester gebaut und überhaupt ziemlich gehaust hat. Wir haben das Dach reparieren und die Zugänge an den Gauben sichern lassen müssen. Alle Kletterhilfen Richtung Dach wurden mit Draht und Stachelbändern ausgerüstet. Hoffentlich lässt sich das kleine Miststück nie mehr bei uns sehen.

Ehrenamt – Seit drei Jahren bin ich Mitglied des Kirchengemeinderats von Michelbach. 2016 tagten wir 13-mal und haben den Umbau des Evangelischen Kindergartens  inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Die Kinder fühlen sich in den neuen Räumlichkeiten wohl. Zuletzt wurden noch die Außenanlagen gestaltet. Zu meinen Aufgaben als KGR gehört es, auch die Gottesdienste durch Schriftlesung und Abkündigungen mitzugestalten – ein Dienst, der mir viel Freude bereitet und den ich 2016 14-mal gerne übernahm. Leider hat uns unser Gemeindepfarrer Uli Enders Ende November verlassen, um Aufgaben in der Landeskirche wahrzunehmen. Nun wird ein Nachfolger gesucht, und wir hoffen, dass die Vakatur nicht allzu lange dauert. Im Jahr 2016 entstanden wieder zwei Gemeindebriefe (Nr. 15 und Nr. 16), für die ich als Redakteur und Gestalter tätig war. Ich hoffe, dass das gut eingespielte Redaktionsteam künftig auch ohne Uli schöne und informative Gemeindebriefe zustande bringt.

Besonders zeitintensiv war in diesem Jahr meine Arbeit für den Gospelchor Michelbach.  Neben unseren normalen Aktivitäten und kleineren Auftritten in Gottesdiensten, bei Konfirmationen und Hochzeiten bereitete unser vierköpfiges Vorstandsteam ein großes Konzertwochenende Anfang November vor. Es bestand aus zwei Konzerten: ein eigenes in der Kulturscheune Schwäbisch Hall, ein zweites als Benefizveranstaltung für den Verein HELP! in St. Josef, Öhringen. Da gab es unglaublich viel zu organisieren. Außerdem übernahm ich zusammen mit meinem Vorstandskollegen Hartmut im zweiten Konzert die Moderation.

Musik – Ich singe mittlerweile seit etwa 13 Jahren im Gospelchor, meine Tochter ist mit neun Chorjahren nun ihr halbes Leben dabei. Seit zwei, drei Jahren singe ich auch Solo-Parts und mit meiner Tochter zusammen im Duett, was ich immer besonders schön finde. In diesem Jahr übernahm ich neue Soli und bekam sehr positives Feedback.

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Mit dem Michelbacher Flötenensemble hatten wir einige schöne Auftritte in der Kirche und bei Veranstaltungen. Besonders imposant waren unsere Auftritte, wenn wir mit dem Flötenensemble des Evangelischen Schulzentrums kooperierten.

Weiterhin bin ich treuer Fan der Band DECAY, die Pfingsten einen sehr schönen Auftritt am Unterwöhrd hatten und ihr musikalisches Jahr am 30. Dezember  im BRT-Schuppen ausklingen ließen.

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Reisen – Dieses Jahr war für mich ein sehr vielseitiges Reisejahr. Gleich im Januar ging es eine Woche zum Skifahren nach Schruns (Montafon). Im Juni begleitete ich dann (natürlich auf eigene Kosten) die Betriebssportmannschaft meines Arbeitgebers zu den Weltbetriebssportspielen auf Mallorca. Nach der stressigen Abitur-Zeit belohnte ich meine Tochter mit einer zehntägigen Reise auf die Kapverdischen Inseln. Und im November entfleuchte ich nochmal  auf Teneriffa nochmal für eine Woche dem deutschen Schmuddelwetter.

Freunde – Ich glaube, in diesem Jahr überwogen die freudigen Ereignisse bei Freunden und Bekannten. Ich erlebte wieder eine wunderschöne Hochzeit mit, Kinder und Enkel wurden geboren. Leider trennten sich auch Wege, und ein plötzlicher Todesfall sorgte im Kollegenkreis für Bestürzung.

Liebe Freunde, bleibt gesund und passt auf Euch auf. Genießt das Leben, und zeigt Euren Lieben, wie wichtig sie für Euch sind. Ich bin Euch sehr dankbar für all Eure Zuneigung, für Ermunterung, das Gefühl von Verbundenheit und Vertrauen. Es war schön mit Euch! Ich wünsche euch allen ein  gesegnetes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017.

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