Auf Streifzug durch Amsterdam

Am Mittwoch um die Mittagszeit erreichen wir unser erstes Urlaubsziel Amsterdam. Unser Hotel befindet sich ein bisschen außerhalb des Stadtkerns – das habe ich bewusst so ausgesucht, denn es verfügt über eine Tiefgarage, in der wir das Auto abstellen können. Das Hotel selbst ist ein relativ hässlich, unser Zimmer im dritten Stock ist klein und etwas dunkel, aber zweckmäßig. Das Bad sogar ein bisschen luxuriöser als erwartet.
Direkt um die Ecke ist die Haltestelle der Straßenbahn-Linie 12, die uns ein Stück näher zum Stadtkern bringt. Wir marschieren Richtung Hauptbahnhof, durch belebte Straßen und vorbei an romantischen Grachten und hübschen Hausfassaden.
Nach einer Pause nahe des Hard-Rock-Cafés und einem strammen Fußmarsch erreichen wir das Zentrum und den Hauptbahnhof. Dort buchen wir uns eine Grachtenrundfahrt auf einem der vielen Ausflugsboote. Eine gute Stunde sind wir unterwegs auf den Wasserstraßen Amsterdams, erfahren über den Audio-Guide eine Menge über die Geschichte der Stadt und ihrer Wahrzeichen auf unserem Weg. Danach gibt es wieder einen strammen Fußmarsch, bis wir unsere Straßenbahnlinie erreichen. Heute sind wir laut Schrittzähler 15.708 Schritte gelaufen und sind rechtschaffen müde.

Am Donnerstag frühstücken wir in einem kleinen Bagels-Laden und erreichen am späten Vormittag das moderne Van-Gogh-Museum, wo wir eine Multimedia-Guide-Tour buchen. Sie führt uns in unserem eigenen Tempo durch die Ausstellung und gibt einen guten Überblick über die Stationen von Van Goghs Leben und Schaffen. Danach bummeln wir noch ein bisschen durch die Einkaufsmeilen von Amsterdam, ehe wir uns wieder auf den Weg ins Hotel machen. Kleine Pause, umziehen, und dann geht es wieder los. Ich freue mich sehr darauf, meine niederländischen Cousinen zu treffen. Wir sind mit ihnen in der Haupthalle des Amsterdamer Hauptbahnhofs am öffentlichen Flügel verabredet. So ein Flügel im Bahnhof mit der Aufforderung „Spiel mich! Teile Dein Talent!“ wäre auch noch eine schöne Idee für deutsche Bahnhöfe. Es spielen tatsächlich ohne Pause verschiedene Passanten sehr virtuose Stücke darauf.

Endlich Wiedersehen nach anderthalb Jahren!  Beide Cousinen sind Journalistinnen und wohnen in Utrecht bzw. Hilversum.  Wir setzen mit der kostenlosen Fähre über „het Ij“ und besuchen das EYE Film Instituut Nederland. In diesem futuristischen Bau kann man sehr gut essen und hat durch die großen Panoramascheiben einen spektakulären Blick über Amsterdam. Es ist so schön, den beiden gegenüberzusitzen, über die Eltern zu sprechen, von den Kindern zu hören (wir haben alle Mädchen) und die Ähnlichkeiten in unseren Gesichtern wahrzunehmen. Wir haben einen wunderbaren Abend miteinander und viel zu erzählen.

Nach dem Essen machen wir noch einen Abendspaziergang durch Chinatown und das Rotlichtviertel. Dort rekeln sich die Damen des Gewerbes in rot erleuchteten Schaufenstern und der charakteristische Dunst der  Coffie-Shops zieht durch die Straßen. Schließlich heißt es wieder Abschied nehmen von den Cousinen. Die Straßenbahnen 13 und 12 bringen uns wieder ins Hotel. Und was sagt der Schrittzähler zu unserem Tag? 17.200 Schritte haben wir getan.

Freitag wollen wir eigentlich zum Anne-Frank-Huis, sehen uns aber mit einer Warteschlange von ca. 600 Meter  konfrontiert und kapitulieren. Statt dessen entscheiden wir uns für das Rijksmuseum – schon von außen ein imposanter Bau.

Wieder bringt uns eine Multimedia-Führung zu den Highlights der Sammlung: Vermeer, Rembrandt und Van Gogh.

Danach machen wir noch einen Abstecher ins Proeflokaal Wynand Fockink, eine Destillerie mit langer Tradition. Übrigens sind die Jugendschutzbestimmungen in Holland strenger als in Deutschland. Keinerlei Alkohol für Jugendliche unter 18 – noch nicht einmal Radler:

Heute sind wir 14.200 Schritte gelaufen und haben wieder qualmende Socken.

Am nächsten Tag verabschieden wir uns von Amsterdam. Schön wars! Jetzt werden wir an die Nordseeküste weiterfahren.

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