Der Messias – Classic meets Pop

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Das Gospel-Musical Amazing Grace im vergangenem Jahr hat mich total begeistert. Nun bin ich richtig motiviert, 2015 ein neues Gesangs-Projekt in Angriff zu nehmen. Es hat diesmal nichts mit Gospelmusik zu tun, sondern ist eine Mischung aus Klassik und Pop.

Ausgangsbasis ist das Werk  „Der Messias“, ein Oratorium von Georg Friedrich Händel, im Frühjahr 1742 uraufgeführt.1995 wurde in Deutschland eine Pop-Bearbeitung des „Messias“ auf den Weg gebracht.

Die musikalische Vorlage von damals hat  Hans-Joachim Eißler, Arrangeur und  musikalische Größe  des Evangelischen Jugendwerks Württemberg, 2010/11 editiert, überarbeitet und an manchen Stellen ergänzt. So hat der LAKI-Pop-Chor den Pop-Messias im Frühjahr 2011 nach rund 14 Jahren wieder live erlebbar gemacht und ist damit auf Tour gegangen.

2015 geht der Pop-Messias wieder auf Tour – erstmals können sich  dabei Sängerinnen und Sänger in Projektchören daran beteiligen. Gemeinsam mit dem LAKI-Pop-Chor, Solisten, Band und Streichern werden sie den Pop-Messias unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Sauter an acht Orten in Württemberg aufführen. Der größte Event ist dabei der Evangelische Kirchentag in Stuttgart, wo der Pop-Messias in der Porsche-Arena erklingen wird. Unter den bis zu 700 Sängern sind auch meine Tochter und ich.

Anfang März 2015 – Online-Anmeldung für uns zwei endlich rausgehauen.

27. März 2015 – Bisher keine Anmeldebestätigung, keine Rechnung, keine Unterlagen. Haben die uns vergessen? Ich rufe im ejw an und gerate an eine unwissende Primel, die uns überhaupt nicht weiterhelfen kann. Ojeh. Das kann ja heiter werden. Ich werde es mal über Facebook versuchen. WOW! Hans-Joachim Eißler persönlich antwortet mir prompt und total herzlich. Es gibt Verzögerungen, aber die Noten und Unterlagen werden demnächst verschickt.

7. April 2015 – elektronische Bestätigung der Anmeldung erhalten. Absender ist Moni Erfle, die ich persönlich kenne. Sie war meine Dozentin beim Chorleiterseminar, singt einen wunderschönen Sopran im LAKI-Popchor und ist Sekretärin vom ejw-Musik plus. Jetzt scheint es voran zu gehen.

9. April 2015 – Ein dicker Umschlag flattert ins Haus. Zwei Notenmanuskripte, zwei Übungs-CDs, Teilnehmerausweise, etc. etc. Und die Rechnung natürlich. Ich nutze gleich den Abend, um mich ein bisschen mit dem Manuskript zu beschäftigen und mal in die Übungs-CD reinzuhorchen. Darf ich meckern? Die Übungs-CD ist ohne Text, da fand ich die von Amazing Grace weitaus besser. Die hab ich im Auto rauf und runter gehört und mir dadurch  Text und Noten sehr gut eingeprägt.

11. April 2015 – die erste Probe in Ludwigsburg steht an. Der Ansturm hält sich allerdings im Vergleich zu den Proben für Amazing Grace im vergangenen Jahr in Grenzen. Wir arbeiten fleißig das Noten-Manuskript durch. Die Musik ist durchaus anspruchsvoll, aber machbar. Die Zeit vergeht im Fluge.

21. April 2015 – heute fahren wir zur zweiten Probe in Ludwigsburg. Heute sind noch weniger Sänger da als bei der letzten Probe. Offensichtlich sind die Anmeldezahlen weit hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück geblieben. Schade. Vielleicht liegt es ja daran, dass der Pop-Messias so ein bisschen aus dem Rahmen fällt. Den vielen Gospelchören in der Region ist er wahrscheinlich zu klassisch, den klassischen Chören wiederum zu poppig. Um mehr Menschen zu mobilisieren, hat man den Probenplan verändert und einige Proben, die für Ludwigsburg vorgesehen waren, nun in andere Regionen verlegt. Für mich ist das nun eher ungünstig,

10. Mai 2015 – heute ist Uraufführung des Ppo-Messias 2015 in Heilbronn. Da bei der letzten Probe dringend an die Sänger appelliert wurde, die Aufführung in Heilbronn zu verstärken, habe ich kurzfristig beschlossen, dort mitzusingen. Voller gespannter Erwartung treffe ich in der Christus-Kirche auf meine 83 Mitsänger vom Projektchor. Ich stehe direkt neben den Sopran-Sängerinnen vom LAKI-Chor und bekomme diesmal aus nächster Nähe mit, wie perfekt die singen. Wow. Auch drumherum ist alles sehr straff durchorganisiert, Stellprobe, Auf- und Abgang, Einsingen, Probe im Schnelldurchlauf, Verpflegung in der Pause – alle Rädchen greifen perfekt ineinander. Nur ein bisschen mehr Publikum hätte kommen können! Die Aufführung wird richtig gut, finde ich. Die Solisten, die Band, das Orchester – wunderbar, wie alle zum Gelingen beitragen und sich alle Mosaiksteine zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Als zum Schluss das Halleluja durch die Kirche braust, habe ich Gänsehaut am ganzen Körper und freue mich, dabei zu sein.

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