Blog-Stöckchen

Mein Blogger-Freund Uwe hat sozusagen ein Staffelholz mit elf sehr persönlichen Fragen an mich weitergereicht. Ich werde über sie nachdenken und versuchen, sie so gut wie möglich zu beantworten.

1 Was war für dich das einschneidenste Ereignis, persönlich oder öffentlich, des Jahres 2013?

Der Tod meiner Mutter im Juni und der Umzug meines Vaters im August waren die Ereignisse, die mein Jahr 2013 sehr geprägt und mein Leben dauerhaft verändert haben.

2 Was würdest du noch heute ändern, wenn du könntest?

Hmmm, wie soll ich die Frage verstehen? Natürlich würde ich gerne allen Krieg und Unfrieden auf dieser Welt heute noch beenden, wenn ich könnte. Oder die Ungleichverteilung von Ressourcen.  Oder das Unrecht, das Menschen zugefügt wird. Kann ich aber leider nicht. Deshalb denke ich lieber über die Dinge nach, die ich tatsächlich durch mein Handeln oder durch mein Engagement zum Positiven verändern kann. Das, was ich am einfachsten verändern kann, ist meine eigene Person, mein eigenes Verhalten und Handeln. Ich habe selbst in meinem Leben viel bekommen und empfinde eine Verpflichtung, etwas an andere zurückzugeben. Dehalb engagiere mich in der Kirche, ich unterstütze direkt oder indirekt die unterschiedlichsten Hilfsorganisationen, die es vielleicht erreichen können, die Welt an irgendeiner kleinen Stelle ein bisschen besser zu machen. Wenn viele Menschen jeweils eine kleine Stelle der Welt verbessern, dann ist doch schon viel erreicht, oder?

3 Was wolltest du immer lernen und hast es noch nicht? Und warum nicht?

Ich würde gerne eine Menge Instrumente beherrschen. Querflöte zum Beispiel. Und richtig gut Gitarre spielen. Und ich bedauere, dass ich nicht mehr Fremdsprachen kann.  Und ich würde gern mehr von Computern vestehen. Aber es ist alles eine Frage der Priorisierung: Dafür mache ich eben eine Menge anderer Dinge und sage mir: Ich muss ja auch nicht alles können 😉

4 Welchem Menschen des öffentlichen Lebens würdest du am liebsten Mal so richtig die Meinung sagen?

Ganz ehrlich, da fällt mir keiner ein. Ich bin jemand mit ausgeprägten Toleranzen. Wir Rheinländer sagen: „Jeder Jeck is angisch – dä ehne jeet jier no Kevelar, dä angere itt jier Bucketskook“ (Übersetzung: „Jeder Mensch ist anders. Der eine pilgert gerne nach Kevelar, der andere isst gern Buchweizenpfannkuchen.“) Natürlich gibt es Leute des öffentlichen Lebens, die sich in meinen Augen unmöglich benehmen oder Ansichten vertreten, die ich nicht teile. Aber wird im öffentlichen Leben denn immer alles richtig dargestellt? Und was sollte es bewirken, wenn ich diesen Menschen sagen würde, dass ich sie unmöglich finde?

Jemandem die Meinung zu sagen, ist in meinen Augen nur dann sinnvoll, wenn ich a) um meine Meinung gebeten werde und b) bei meinem Gegenüber auch die Bereitschaft besteht, etwas mit meiner Meinung zu machen: Über sie nachzudenken, die eigene  Meinung zu überdenken  oder etwas in der Art. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, wäre „richtig die Meinung sagen“ nur Energieverschwendung.

5 Wenn du für einen guten Zweck 1 Million Euro spenden könntest, welcher wäre das?

Ich glaube, das wäre eine schreckliche Situation für mich, denn es würde mir sehr schwer fallen, mich für einen guten Zweck und damit gegen viele andere nicht weniger gute Zwecke zu entscheiden. Ich würde mir sehr viele Gedanken machen, wo das Geld die meiste Wirkung entfaltet und am sinnvollsten und nachhaltigsten angelegt wäre, und würde die Entscheidung als schwere Last empfinden.

6 Was würdest du gerne machen, wenn du nicht mehr für deinen Lebensunterhalt arbeiten müsstest? 

Ich würde gerne arbeiten. Im Ernst: Ich arbeite wirklich gerne. Ich habe eine kreative und abwechslungsreiche Arbeit, die ich sehr mag. Arbeit gibt meinem Leben Struktur. Außerdem sind einige meiner Kolleginnen und Kollegen  auch  zu Freunden geworden, ich würde den regelmäßigen Kontakt zu ihnen sehr vermissen. Wenn ich allerdings in so sorgenfreien Verhältnissen leben würde, dass ich nicht auf mein Gehalt angewiesen bin, würde ich vielleicht die Rahmenbedingungen meiner Arbeit überdenken: Teilzeit, Renteneintritt, mehr Urlaub, Entlastung  im  Haushalt oder, oder, oder…

7 Dir wird ein Autorenvertrag für ein Buch über dein Leben angeboten. Wie würde der Titel lauten?

„Das Beste kommt zum Schluss“ (hoffentlich :-))

8 Welches ist für dich das bislang wichtigste Buch und warum?

Tja, als ich zehn Jahre war, hätte ich auf die Frage wahrscheinlich „Winnetou I von Karl May“ geantwortet. Aber aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass ich die Bibel für das wichtigste Buch halte. Nicht, dass ich sie von vorne bis hinten gelesen hätte. Nicht, dass ich alles wortwörtlich glaube, was darin steht. Nicht, dass ich alles gut finde, was im Namen der Religion getan worden ist. Aber die Bibel hat unsere Kultur geprägt, unsere Werte, unsere Normen, und sie wird seit 2.000 Jahren in aller Welt gelesen und verbreitet. Das muss ein anderes Buch erstmal schaffen.

9 Wenn man dein Leben verfilmen würde, welches Genre sollte der Film haben?

Ein Piratenfilm der 50er-Jahre, ich möchte von Olivia De Havilland gespielt  und von Errol Flynn gekapert werden 😉

10 Welcher Mensch, lebend oder bereits tot, ist für dich die wichtigste Persönlichkeit?

Ich bin immer vorsichtig mit „wichtigen Persönlichkeiten“. Von vielen Persönlichkeiten kennt man heute nur die Seiten, die die Geschichtsschreiber oder Biografen festgehalten haben – und da ist unendlich gelogen und verfälscht worden. Aber natürlich gibt es Menschen der Geschichte oder auch unserer Tage, die mich sehr beeindruckt haben. Menschen, die auch unter Gefahr für ihre Überzeugungen eingestanden  sind und ohne Gewalt gehandelt haben:  Nelson Mandela, Ghandi, Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther… Wenn ich mich aber jetzt für einen entscheiden muss, dann sage ich: Jesus von Nazareth.

11 Es kommt mal wieder ein Weltuntergang. Dieses Mal aber wirklich. Was würdest du zum Schluss noch machen wollen? 

Mit Familie und Freunden ein Fest feiern. Und ein Apfelbäumchen pflanzen.

 

Hier sind nun meine Fragen:

1. Was war Deine wichtigste Entscheidung des Jahres 2013?

2. Was tust Du, wenn Du Dir selbst eine Freude machen willst?

3. Welche Eigenschaft an Dir würdest Du gerne ändern?

4. Was sollte in Deinem Nachruf unbedingt erwähnt werden?

5. Falls es Re-Inkarnation gäbe: Als was würdest Du gerne wiedergeboren werden?

6. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

7. Was bedeutet Musik für Dich?

8. Welches Ereignis hat Dein Leben am meisten verändert?

9. In welches Jahr würdest Du mit einer Zeitmaschine  reisen und warum?

10. Mit welcher Person der Zeitgeschichte würdest Du gerne einen Tag verbringen und was würdet Ihr dann tun?

11. Was ist Dein Lebensmotto?

 

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