Wunschnachbar VIII

Seit Donnerstag, 29. August, ist mein Vater endlich Neubürger von Michelbach.

Einen Tag zuvor war der Umzugswagen angerollt. Die  Mannschaft von vier Umzugsspezialisten hatte nachts die 400 Kilometer hinter sich gebacht,  und der LKW samt Anhänger stand schon um 7 Uhr vor dem Haus. Ich lud die vier zum Frühstück ein, das aber bei den Jungs hauptsächlich aus Kaffee und Zigaretten bestand. Dann legten die vier wieder los. Zunächst luden sie die Möbel aus, die für mich bestimmt waren (ich habe einige schöne Antiquitäten übernommen, für die mein Vater keinen Platz in seiner neuen Eigentumswohnung hat), dann montierten sie in Windeseile die Möbel in der Wohnung meines Vaters. Ich war verblüfft, wie schnell und effizient das vor sich ging. Um die Mittagszeit waren sie bereits fertig und freuten sich über meine Einladung zu Fleischkäse mit schwäbischem Kartoffelsalat. Die Vier – irgendwie schon allesamt schräge Fürsten, aber auch treuherzig und unglaublich hilfsbereit – sind uns in den zwei Tagen regelrecht ans Herz gewachsen. Rufend und winkend verabschiedeten sie sich – nicht ohne uns vorher ans Herz zu legen, uns nicht zu viel Stress zu machen mit dem Einräumen.

Das war natürlich leichter gesagt als getan: Rund 50 Kartons warteten in der Garage darauf, hochgetragen und ausgepackt zu werden. Also machte ich mich ans Werk. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, auszupacken und einzuräumen. Wie schnell es wohnlich wurde! Schon am Samstag fühlte mein Vater sich in seiner Wohnung so wohl, dass er beschloss, die erste Nacht dort zu verbringen.

Tag 3 - noch fehlen die Bücher, aber das Ambiente ist schon recht wohnlich

Tag 3 – noch fehlen die Bücher, aber das Ambiente ist schon recht wohnlich

Sonntag packten wir die letzten Bücherkisten aus. Nun fehlen im Großen und Ganzen nur noch ein paar Lampen und Bilder, die noch angebracht werden müssen. Dann hat mein Vater wieder ein behagliches Heim, in dem er sich wohlfühlen kann.

Was zuvor geschah:

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