Arme schwarze Katze

Von Socke, unserer samtpfotigen Mitbewohnerin, war ja bereits in meinem Mäusebericht die Rede. Sie ist eine geschickte Jägerin, die sich immer wieder ein Zubrot in Form von Mäusen oder Vögeln erhascht. Ich bin natürlich immer sehr traurig, wenn sie Vögel erwischt. Aber zumindest frisst sie ihre Beute gewöhnlich mit Stumpf und Stiel – sie legt sie nicht nur auf die Fußmatte. (Das heißt, eines Tages legte sie mal unseren Nachbarn eine Maus auf die Fußmatte, woraufhin dieser die Maus mir auf die Fußmatte legte, ein anderer Nachbar ihn dabei sah und bei mir verpetzte, worauf ich Streit mit dem Nachbarn bekam … aber das ist eine andere Geschichte).

So talentiert Socke als Jägerin ist, so schlecht ist sie im Nahkampf. Schon öfter musste ich sie wegen Blessuren zum Tierarzt bringen. Sie hat halt ein geringes Kampfgewicht und ist eher ein Hänfling als ein Garfield. Sie steckt also mehr ein, als dass sie austeilen kann. Das Fatale daran ist, dass man die Verletzungen unter dem Fell oft übersieht: Bisswunden schließen sich sofort wieder, verursachen dann aber üble Infektionen, die man dann erst wahrnimmt, wenn die Katze Fieber bekommt und nur matt rumliegt oder humpelt.

Karfreitag bekam sie eine dicke Backe. Ich war ganz erschrocken und tippte auf einen Abszess. Allerdings konnte ich nicht erkennen, ob der Abszess durch eine äußere Verletzung oder ein Problem im Maul verursacht wurde. Zum Glück hatte unser Michelbacher Tierarzt Dr. Hohl am kommenden Tag in seiner Praxis Sprechstunde und ich stand sofort auf der Matte. Tatsächlich hatte sich eine unterirdische Eiterbeule gebildet, die zunächst gereinigt und desinfiziert wurde. Schmerzmittel und Antibiotikum ergänzten die Therapie. Socke kratzte und putzte dann auch noch an der verletzten Backe herum – und schließlich sah sie dann so aus, dass ich sie an eine Geisterbahn hätte verleihen können.

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Am Osterdienstag wiederholte Dr. Hohl die Behandlung mit Reinigen, Desinfizieren und einer weiteren Antibiotikum-Spritze. Katzen sind ja bekannt für ihre Zähigkeit und ihr gutes Heilfleisch. Es dauerte einige Tage, da schloss sich die Wunde. Nun ist die Backe wunderbar verheilt und es wächst schon wieder Haar auf der Stelle, wo neulich noch eine riesen Wunde klaffte. Die Katze ist wieder so gut wie neu!

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Eingeordnet unter Familiengeschichten

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