Tasten oder beten? – Histörchen aus der Familie I

Aus der Reihe meiner Urahnen sind zum Glück einige nette Begebenheiten erhalten geblieben und weitergetragen worden.

Auf diesem Bild sieht man meine Urgroßeltern Rick, die im kleinen rheinischen Ort Doverack an der Rur lebten. Sie besaßen einen eigenen Bauernhof, der heute noch in Familienbesitz ist. Um 1908, als dieses Bild entstand, hatten sie schon eine stattliche Kinderschar: Von links nach rechts sieht man Peter, den kleinen Kaspar, Wilhelm,  Trautchen, Nesthäkchen Elisabeth mit Puppe  und rechts Franz, der später Vater meiner Mutter wurde.

Meine Urgroßmutter hat ihrer Schwiegertochter folgende Begebenheit anvertraut: „Do hod esch doch all die Kenger. Un do koam dää et Nääts no mesch am ,taaste‘. Do han esch vür dem jesäät: ,Du alde Jeck. Du solls desch ma liever vür en jlöckseelije Stervestond beane!'“

Übersetzung für alle Nicht-Rheinländer: „Ich war schon sechs Mal in Umständen gewesen. Da näherte sich eines Nacht die Hand mein Gemahls in fleischlicher Absicht. Da entgegnete ich ihm: ,Du alter Narr. Du solltest lieber für eine glückselige Sterbestunde beten!'“

Wie würde das auf Schwäbisch lauten?

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Familiengeschichten

Eine Antwort zu “Tasten oder beten? – Histörchen aus der Familie I

  1. Also „alter Narr“ würde ich mit „Halbdackel“ übersetzen 😉

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