Sal – Insel über dem Wind

Türkisfarbener Atlantik, weißer Sandstrand, Sonne satt und Hängematte – so wünschte sich meine Tochter nach dem Abitur ihre Ferien. Auf Sal, einer Insel der Kapverden, haben wir genau das gefunden.

Die Anreise war anstrengend: Wir starteten morgens um kurz nach acht mit der Bahn Richtung Stuttgart. Ein ICE brachte uns zum Flughafen Frankfurt. Mit der portugiesischen Fluggesellschaft TAP ging es dann zunächst nach Lissabon. Erst nach sechs Stunden startete der Weiterflug nach Sal. Bis wir schließlich im Hotel ankamen, dürften rund 20 Stunden Reisezeit vergangen sein.

Eingemietet hatten wir uns im Hotel Odjo d’Agua, einer netten, nicht zu großen Anlage. Für einen Aufpreis hat unser Zimmer einen herrlichen Blick über den ganzen Strand von Santa Maria, und von meinem Bett aus kann ich die Surfer die Brandungswellen reiten sehen. Das Rauschen der Wellen, die sich unter uns an den Felsen brechen, wiegt uns abends in den Schlaf. Wir wohnen Luftlinie nicht mehr als 15 Meter vom Wasser entfernt. Auch die ersehnte Hängematte hat sich gefunden: Jedes Zimmer besitzt eine. Im Halbschatten unserer Terrasse lässt es sich darin trefflich dösen und lesen, es ist der Lieblingsplatz meiner Tochter geworden.

Sal ist eine winzige Insel, ein Fliegenschiss im Ozean, rund zwanzig Kilometer lang und zehn Kilometer breit. An Sehenswürdigkeiten bietet sie nicht allzu viel. Alle Arten von Wassersport kann man hier treiben: Segeln, Tauchen, Wellenreiten, Jet-Ski und weitere Sachen, deren Namen ich nicht mal weiß. Und wenn der Passat bläst, wird Sal zu einem Hotspot der Kite-Surfer. Im Moment bin ich aber ganz froh, dass der Wind nicht ganz so bläst – ich kann mir vorstellen, dass man dann am Strand wie ein Schnitzel paniert wird. Jedenfalls ist das Wasser so klar, dass wir beim Frühstück in etwa zehn Meter Entfernung einen Fischschwarm im Wasser verfolgen konnten.

Das Wetter hat uns anfangs ein bisschen enttäuscht. Am ersten Tag empfing uns ein wolkenverhangener Himmel. Inzwischen haben wir gelernt, dass das an den meisten Tagen so ist, aber die Wolken dann doch meist aufreißen. Und dann muss man sich echt in Acht nehmen von der Sonne, die senkrecht vom Himmel brennt. Wegen des Windes merkt man gar nicht, wie schnell man sich einen Sonnenbrand einfängt.

Unser Hotel liegt am Anfang der langgezogenen Bucht von Santa Maria. Das touristische Zentrum findet mal einige hundert Meter entfernt am Anlegesteg. Hier haben Tauch- und Surfschulen ihre Basen und gehen fliegende Händler auf Kundenfang. Auch landen Fischer hier ihren Fang an. Die Männer liegen anschließend dösend auf den Netzen, während die Frauen die Fische gleich vor Ort schuppen und filetieren. Thunfisch ist hier eine Spezialität, und wir sahen auch, wie dieser auf dem Kai zerlegt wurde. Sogar ein Schwertfisch war dabei –  und kleinere Fische, die ich nicht identifizieren konnte. Die Einheimischen zerlegen die Fische gleich vor Ort, Kopf ab, Schwanz und Flossen ab, für mich ein Indiz, dass der Fang nicht für einen Markt bestimmt ist, sondern gleich in die Küchen der Restaurants wandert. Ich probierte hier Fischspieße und Fischsuppe, Spaghetti mit Meeresfrüchten – für Menschen, die Fisch mögen, ist Sal ein echtes Eldorado. Auch eine spezielle Art Muscheln wird hier offensichtlich gern gegessen. Diese sehen allerdings nicht aus wie Muscheln, eher wie Austern oder Korallen. Sie haben eine kegelförmige, sehr borkige Gestalt und schmale, kraterförmige Öffnungen, aus denen der Esser mit einem speziellen Edelstahl-Dorn das Fleisch herausfuhrwerkt.

An einem Vormittag machten wir einen Ausflug zum Markt. Ich weiß nicht, ob wir zu spät waren, aber es waren nur zwei oder drei Obst- und Gemüsestände in Betrieb – und die Auswahl war überschaubar. Eines der Highlights war unser abendliches Barbeque am Strand. Ein leckeres Buffet mit gegrilltem Huhn und Thunfisch, offenes Feuer brannte am Strand, ein Piano spielte, über uns romantisch beleuchtete Palmen – und unser Tisch nur fünf Meter vom Meer entfernt. Ein Feuerschlucker zeigte seine Kunststücke, ein Paar führte temperamentvolle kapverdische Tänze vor.  Zum Schluss tanzte die ganze Gästeschar mit.

Ansonsten haben wir jeder etwa täglich ein Buch gelesen und waren ansonsten unendlich faul. Und ich denke, das hatten wir uns nach den ganzen Abitur-Aufregungen auch verdient….

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1. Juli 2016 – School ’s out

Das Kind ist seit halb fünf in der Frühe wach. Hibbelig. Telefoniert um kurz nach sieben laut und aufgeregt mit einer Freundin. Nimmt vor acht Uhr feste Nahrung zu sich und ist ansprechbar. Das war nicht immer so. Oh nein! Aber heute ist der allerletzte Schultag.

Das Kind hat jetzt Abitur. Anfang April begannen die schriftlichen Prüfungen (Deutsch, Mathematik, Englisch, Religion), vorgestern stand die mündliche Prüfung in Musik an (Goethes „Nur wer die Sehnsucht kennt“  – Vergleiche der Vertonungen von Beethoven und Tchaikovsky). Tchaikovskys Vertonung selbst gesungen.  14 Punkte!Damit einen Abitur-Schnitt von 2,5 erreicht!

Rückblende:

So startete das Kind (5) seine Schul-Karriere:  Im September 2004 wurde es in die 1 b der Kreuzäcker-Grundschule eingeschult.

2004

Ab September 2008 besuchte es die Gymnasialklasse das Evangelischen Schulzentrums Michelbach.

2008

Und nun?

Letzter Schultag und Abi-Ball – ein Abend voller Euphorie und ein bisschen Wehmut. Und ein sehr glamouröses, ehemaliges Kind (17).

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Es bleiben Erinnerungen an sehr engagierte Lehrer – aber auch einige fragwürdige. Erinnerungen an Erfolge (vor allem in Deutsch, Sprachen, Literatur, Musik) , aber auch manche Niederlage (vor allem in den Naturwissenschaften:-/ ) Erinnerungen an wunderbare Aufführungen (Kindermusicals, Chöre, Jugend musiziert etc.), in der das Mutterherz bis zum Hals hüpfte vor Freude – genauso aber auch an Phasen mit großen Sorgen und Nöten. An nette Schulfreunde, die mir ans Herz wuchsen.  Ich bin dankbar, dass das Kind in allen Phasen seiner Schulzeit gute Begleiter und Unterstützer gefunden hat, die es auch durch problematische Phasen brachten. Ein besonderer Dank gilt meinem Vater, mit dem ich  zwölf Jahre lang Schulfreuden und Schulleiden des Kindes teilen konnte.  Wir haben sicherlich hunderte Stunden lang telefoniert oder zusammengesessen.

 

 

Wie geht’s jetzt weiter?

Mit einem freiwilligen sozialen Jahr in der diakonischen Einrichtung Jugendhilfe Friedenshort in Öhringen ab September.

 

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Zaungast bei der World Federation of Company Sport 3

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Freitag ist Tag 2 der Wettkämpfe der World Federation of Company Sport. Die Golfer haben noch lahme Beine von gestern und den ersten Muskelkater. Die Petanque-Spieler müssen ganz früh aufstehen, andere starten erst sehr spät (Leichtathletik). Die Schachspieler hatten ja den ersten Tag  frei und beginnen ihren Wettkampftag erst heuten, dafür aber stilvoll mit einem Glas Sekt am Frühstücksbuffet. So ist recht.  Abends werden dann Spielstände verglichen und Erlebnisse ausgetauscht. Erfolgreichste Einzelsportlerin ist Kollegin Helga, die in fünf Leichtatlethik-Disziplinen in ihrer Altersklasse startete und mit vier Gold- und einer Silbermedaillen nach Hause fahren kann. Herzlichen Glückwunsch!  Freitag Abend feiern wir auch in den Geburtstag von Kollegin Andrea hinein. Um Mitternacht gibt es ein Ständchen und Sekt für alle. Hier noch ein paar sportliche Impressionen.

Samstag ist der dritte und letzte Wettkampftag, der mit einem Abschlussevent in Palma endet. Leider sind nicht alle unsere Sportler dabei, da sich die Goldturniere bis in den Abend hinein erstrecken.  Krönendes Finale ist ein wunderbares Feuerwerk, das man auch noch vom Mannschaftsquartier in Illetas aus bewundern kann.

Sonntag heißt es dann nach einer sonnigen und fröhlichen Woche Abschied nehmen von den 22 Kolleginnen und Kollegen. Einige sind mir richtig ans Herz gewachsen, so dass ich mir durchaus wieder vorstellen könnte, dabei zu sein, wenn es im nächsten Jahr zu den Europäischen Betriebssportspielen im belgischen Gent geht.

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Zaungast bei der World Federation of Company Sport 2

 

P1010244Am Mittwoch ging es zur Akkreditierung und zur Eröffnungsfeier in das nahe gelegene Palma, die Hauptstadt Mallorcas. Im Parc de la Mar trafen sich die Sportler aus den unterschiedlichsten Nationen. Frankreich ist wohl am stärksten vertreten – und durch ihre einheitliche Ausrüstung mit weißen Hüten, blauen Trikots und Trikolore-Fahnen gaben die französischen Teilnehmer ein tolles Bild ab. Besonders gute Stimmung verbreiteten die Jung von Airbus, die große aufgeblasene Flugzeuge schwenkten und auch sonst für jeden Quatsch zu haben waren. Die Eröffnungsfeier an sich war ein bisschen merkwürdig – mit einem Moderator, der nicht besonders gut vorbereitet schien und recht schlecht englisch sprach, einem Orchester, das nicht angekündigt wurde, etlichen Grußworten von Honoratioren (für die sich niemand interessierte) und einem Einmarsch der Gladiatoren, der von Ordnern in schrillen Trillerpfeifen begleitet wurde. Es war ja eigentlich auch kein Publikum da, das den Einmarsch feierte. So feierten sich die Teilnehmer selber.  Dann gab es noch eine Kultur-Einlage mit mallorquinischer Musik (bestehend aus Dudelsack und Trommel) und zwei Tänzern und weißen Overalls mit grünen und roten Flecken und einer Hörnermaske und einem großen Pfahl in den Händen, die sich umkreisten und einen Kampf andeuteten. Und zum Abschluss machte ein DJ Musik, zu der sich ein Tänzer mit freiem Oberkörper und zwei leicht bekleidete Tänzerinnen lasziv, aber etwas gelangweilt auf der Bühne bewegten. Nun ja, ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber das jedenfalls nicht.

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Am nächsten Morgen starteten dann unsere Sportler zu  ihren Wettkämpfen. Manche mussten extrem früh los, andere konnten entspannt frühstücken und erst mittags ihre Wettkampfstätten aufsuchen. Der versprochene Shuttle-Service funktionierte meist nicht, und so waren die meisten Sportler erstmal hektisch damit befasst, sich Taxis oder Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Nur unsere Schachspieler  hatten noch einen freien Tag, den sie erstmal mit Sektfrühstück einläuteten. Über das Schachspielen habe ich bei der Gelegenheit nicht viel gelernt, eigentlich nur, dass es immer auf den Gegner ankommt.  Äh ja.

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Zaungast bei der World Federation of Company Sport 1

Ich habe Gelegenheit, die 20-köpfige Mannschaft der Schwäbisch Hall-Gruppe bei ihren Wettkämpfen auf Mallorca zu begleiten. Heute ist Dienstag. Bereits am Sonntag sind die ersten neun BSH-Sportler angereist – auf eigene Kosten, versteht sich. In der Nähe von Palma, im kleinen von Tourismus geprägten Küstenort Illetas, haben sie Quartier genommen. Die Stimmung ist fröhlich und entspannt, in großer Runde sitzen die Kollegen morgens zum Frühstück und beim täglichen Abendessen zusammen. Vertreten sind bislang die Sportarten Golf und Patenque (eine Sportart, ähnlich dem Boule).

Ich lerne über Patenque, dass die kleine Zielkugel „Schweinchen“ heißt. Dass man nicht aus dem Handgelenk, sondern aus der Schulter werfen sollte. Dass beim Patenque die Füße geschlossen und innerhalb einer Markierung bleiben müssen. Dass es sehr auf die Beschaffenheit des Untergrunds ankommt. Dass die Franzosen die ewigen Favoriten sind. Und dass es beim Werfen auch einen Rückspin gibt (als ich den nachvollziehe, haue ich ein Glas Orangensaft über den Frühstückstisch und verzichte danach auf weitere Details).

Ich begleite drei der fünf Golfspieler zu einem der drei Golfplätze, auf dem das Turnier ausgetragen wird. Vom Hotel schraubt sich der Fußweg etliche Höhenmeter nach oben, entlang an luxuriösen Anwesen, wo die Schönen, die Reichen und die ganz schön Reichen wohnen. Mallorca ist ein wahres Eldorado für Golfer: Hier können sie auf rund 35 Plätzen von März bis November ihrem Hobby nachgehen. Ich lerne über Golf, dass hier eine strenge Kleiderordnung herrscht und Polohemd mit Kragen Pflicht ist. Dass eine Runde Golf auf einem 18-Loch-Platz bedeutet, dass man etwa fünf Stunden und etliche Kilometer in praller Sonne mit einer schweren Golftasche unterwegs ist. Dass in der Golftasche 14 verschiedene Schläger für verschiedene Schlagsituationen sind. Und dass man auf manchen Golfplätzen – speziell denen, die von Wasser umgeben sind – einen großen Ballvorrat braucht. Schön ist übrigens, dass bei Golfturnieren Fast-Profis (der beste BSH-Golfer hat ein Handicap von 3) und  Anfänger (Handicap 34) gemeinsam spielen können und alle dabei Spaß haben.

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Schneezauber

Eine ganze Woche Ski-Urlaub – welch ein Luxus. Mein letzter Urlaub im Schnee liegt schon sieben oder acht Jahre zurück, und ich war mir im Vorfeld gar nicht sicher, ob ich noch auf den Brettern stehen kann.

Das Skigebiet Montafon ist bei Hallern sehr beliebt, weil es schnell und gut zu erreichen ist. Schon vor 25 Jahren habe ich in Gaschurn mit Freunden Wochenenden im Schnee verbracht – ich denke gern daran zurück. Diesmal ist der Ort Schruns das Ziel. Nach nur 3 Stunden und 9 Minuten Fahrzeit ist das Ziel erreicht. Das oberhalb des Orts gelegene Chalet Christl bietet nicht nur einen wunderbaren Blick über Schruns, sondern auch vier sehr komfortable und sehr gut ausgestattete Ferienwohnungen. Eine davon ist unsere.

Bei unserer Ankunft steht ein riesiger Schwarm Krähen über dem Tal. „Dann gibt es Schnee“, sagt die Vermieterin und schenkt uns großzügig aus einer nicht etikettierten Flasche Schnaps ein. „Zitronen-Birne“, sagt sie mit Kennerblick, während sich eine brennende Spur ihren Weg in meinen Magen bahnt.

Den Anreisetag nutzen wir für einen Großeinkauf im örtlichen Supermarkt mit dem netten Namen Sutterlütti. Als erstes decken wir uns mit einem zwölf Monate gereiften Bergkäse ein. Was für ein Geschmackserlebnis! Auch hier ist  – wie in unserer Dorfkäserei Geifertshofen – das Label „Heumilchkäse“ ein Zeichen für Qualität.

Die Krähen hatten übrigens recht: Den ganzen Abend, die ganze Nacht gibt es dichtes Schneetreiben. Die Schneepflüge sind die ganze Nacht unterwegs, um der Schneemassen Herr zu werden.

Am nächsten Morgen machen wir uns zu Fuß den steilen Weg hinunter ins Dorf. Dreimal zieht es mir die Füße weg, als ich unter dem dicken Neuschnee auf vereisten Untergrund gerate. Mit der Gondel geht es hinauf zur Bergstation, wo wir unsere Skiausrüstung und ein Ski-Depot (ein beheiztes Spindfach für  Skier und Skischuhe) reserviert haben. Jetzt könnte es eigentlich losgehen, doch draußen herrscht ein Schneesturm, der einem  eisig ins Gesicht fegt und die Sicht nimmt. Wir versuchen es, doch man sieht teilweise keine zehn Meter weit.

Das ist zu gefährlich, gerade für mich, die dieses Skigebiet nicht kennt und sich – sobald ich den Anschluss an die Gruppe verliere – hoffnungslos verfahren würde. Gegen Mittag deponieren wir die Skier in den Schränken und machen uns auf den Heimweg.

Am Montag erwartet uns ein strahlender Sonnentag mit azurblauem Himmel und wunderbarem Schnee. Er entschädigt uns für das gestrige Sauwetter. Wir fahren Ski, biss wir nicht mehr können und die Oberschenkelmuskulatur jault. Bei solchen Bedingungen macht es so richtig Spaß.

Dienstag und Mittwoch ist das Wetter nicht ganz so gut. Mittwoch morgen beschließen wir daher, die Skier gegen Schlitten zu tauschen und heizen mit vier Leuten auf drei Schlitten einen ca. 5 km langen Ziehweg hinunter. Das geht nicht ohne gelegentliche Havarien ab – und großem Gelächter.

Der Donnerstag ist wieder ein Traumtag mit Sonne satt und herrlichen Pisten. Wir sind schon um zehn Uhr auf den Brettern und fahren – abgesehen von 30 min. Mittagspause – bis 15 Uhr. Danach sind wir schon recht erschöpft, beschließen aber wegen des wunderbaren Wetters, zu Fuß von der Bergstation zur Mittelstation zu gehen. Das ist der 5 km lange Schlittenweg von gestern. Nachdem uns die Gondel nach Schrunz heruntergebracht hat, machen wir ein paar Besorgungen im Dorf, ehe wir uns dann brotfertig zu unserem Quartier hochschleppen. Eine Dusche und eine Stunde in der Infrarotkabine heben wieder die Lebensgeister. Ich muss sagen: Die Infrarotkabine ist ein echter Pluspunkt im Chalet Christl. Die Tiefenwärme entspannt die beanspruchten Muskeln und tut gerade dem Rücken gut. Und der Blick vom Balkon ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Erlebnis.

Auch am Freitag erwartet uns wieder wunderbares Wetter und beste Schneebedingungen. Wir genießen unseren letzten Skitag und fahren nochmal all unsere Lieblingspisten herunter. Abends geben wir unsere Skier wieder ab und räumen unseren Depotschrank. Nach einem letzten Aufenthalt in der Wärmekabine gibt es deftige Kässpätzle – lecker.

An unserem Abfahrtag ist das Wetter wieder umgeschlagen. Es schneit, was die tiefhängenden Wolken hergeben. Wir sind früh aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt, schon um 8 Uhr sind wir abfahrbereit. Vorsichtig fahren wir die Anhöhe herunter, die wir all die Tage nach dem Skifahren so müde heraufgelaufen sind. Letzte Einkäufe, Tanken, dann machen wir uns auf den Heimweg. Ein wunderbarer, entspannender Winterurlaub liegt hinter uns – eine Woche mit drei Sonnentagen, viel Schnee, einer wunderbaren Landschaft und netten Menschen.


 

 

 

 

 

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Rückblick 2015

Auch in diesem Jahr versuche ich einen Rückblick auf mein ganz persönliches Jahr 2015.

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Es geht nicht immer geradeaus im Leben

Familie – Meine Tochter hat vor wenigen Tagen ihren 17. Geburtstag gefeiert. Die Pubertät mit all den Stimmungsschwankungen, Mucken und Krächen liegt nun weitestgehend hinter uns. Das letzte Jahr war sehr harmonisch, und ich habe das Zusammenleben mit ihr sehr genossen. Vielleicht auch, weil sich auch langsam das Ende ihrer Schulzeit und letztlich auch unseres dauerhaften Zusammenlebens abzeichnet. Sie ist im September in die KS2 gekommen, nun liegt das Abitur vor ihr. In der KS1 hatte sie nochmal Gas gegeben und ihre Leistungen in einigen Fächern erfreulich verbessert. Das gab noch einmal Auftrieb. Nach wie vor nimmt sie Gesangsunterricht und ist eine Leistungsträgerin im Sopran des Gospelchores. Im Dezember verstärkte sie den Schulchor bei einem wunderbaren Konzert. Dort wurde das Weihnachtsoratorium von Camille Saint Saens aufgeführt.

Chor und Orchester des ESZM

Chor und Orchester des ESZM

Gerade macht sie den Führerschein. Seit einem Jahr hat sie einen netten Freund und ist mit ihm sehr glücklich.

 

Mein Vater ist dieses Jahr 76 Jahre alt geworden. Er lebt nun mehr als zwei Jahre in Michelbach und fühlt sich hier nach wie vor sehr wohl. Besonders genießt er das außergewöhnlich gute Verhältnis zu seiner Enkelin. Ich besuche ihn fast jeden Tag in seiner gemütlichen Wohnung, die nur 50 Meter von unserem Haus entfernt liegt. Er kocht an den Wochenenden für uns und unterstützt uns, wo er kann. Besonders genießt er gemeinsame Theater- oder Konzertbesuche und die Besuche im Biergarten auf dem Einkorn im Sommer.

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An Pfingsten trafen meine Tochter und ich in Amsterdam auf meine niederländischen Cousinen Suzanne und Andrea. Wir haben unser Wiedersehen sehr genossen und einen unheimlich schönen und redseligen Abend miteinander verbracht.

Beruf – Meine Arbeit als Redakteurin einer Mitarbeiterzeitung macht mir immer noch große Freude. Leider muss mein Arbeitgeber wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase zur Zeit einen strikten Sparkurs fahren. Deshalb mussten wir uns im Frühjahr von einem Kollegen verabschieden, den wir sehr liebgewonnen hatten, dessen befristeter Vertrag aber nicht verlängert werden konnte. Zum Glück hat er eine neue Stelle gefunden, aber ich vermisse ihn sehr.

Haus – Nach der Renovierungsaktion 2013 und 2014 habe ich in diesem Jahr eine Pause eingelegt und nur Kleinigkeiten erneuert.

Ehrenamt – Nun bin ich schon zwei Jahre lang Mitglied des  Kirchengemeinderats von Michelbach.

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Martinskirche in Michelbach

Zur Zeit begleiten wir  den Umbau des Evangelischen Kindergartens, der demnächst abgeschlossen ist. Im Jahr 2015 entstanden wieder zwei  Gemeindebriefe, für die ich als Redakteur und Gestalter tätig war. Inzwischen haben wir inzwischen 14 Briefe herausgegeben. Das sehr gut eingespielte vierköpfige Redaktionsteam leistet tolle Arbeit.

Freude macht mir auch die Arbeit als Vorstandsmitglied des Gospelchores. Das  aus vier Personen bestehende Gremium hat inzwischen eine Aufgabenteilung gefunden, die sich bewährt. Ich bin insbesondere für Information und Kommunikation zuständig. Die Informationen für den Chor laufen nun über einen internen Blog, den mein Kollege Hartmut angelegt und im Lauf des Jahres optimiert hat. Ich befülle den Blog und habe dieses Jahr mehr als 70 Beiträge geschrieben. (Darüber habe ich vermutlich meinen eigenen Blog hier vernachlässigt.) Außerdem haben wir die Homepage erneuert. Auch hier hat Hartmut richtig gute Arbeit geleistet.  Dank eines wunderbaren Fotoshootings mit Profifotograf Ufuk Arslan  bekamen wir auch entsprechend schönes Fotomaterial.   Ein weiterer Kommunikationskanal ist die Facebookseite des Chores, um die ich mich inzwischen auch kümmere.  Die Rückmeldungen sind insgesamt sehr positiv.

Musik – Ich singe mittlerweile seit etwa zwölf Jahren im Gospelchor, meine Tochter ist etwa seit acht Jahren dabei. Inzwischen singen wir beide auch Solo-Parts und auch zusammen im Duett, was ich immer besonders schön finde.  In diesem Jahr hatten wir ein schönes Konzert im Januar in Sulzbach-Laufen, dann einige Auftritte übers Jahr verteilt in Gottesdiensten, und zum Schluss noch einen tollen Auftritt zum Abschluss des Weihnachtsmarktes auf der Treppe.

Konzert auf der Treppe von St. Michael

Konzert auf der Treppe von St. Michael

Auch sprang ich dieses Jahr wieder bei einer Hochzeit in Westheim vertretungsweise für unsere Dirigentin ein.

Weil mir das Singen in einem großen Projektchor im vergangenen Jahr mit dem Gospel-Musical Amazing Grace so viel Spaß gemacht hatte, war ich dieses Jahr beim Oratorium des „Pop-Messias“ dabei. Besonders hat es mich gefreut, dass meine Tochter auch mitgemacht hat. Ich sang zunächst alleine bei der Aufführung in Heilbronn  mit, zusammen führten wir dann den Pop-Messias  auf dem Kirchentag in Stuttgart auf. In der Porsche-Arena auftreten – das macht man auch nicht jeden Tag. Auch ein ziemlich cooles Erlebnis.

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Im Projektchor des Pop-Messias

Stuttgarter Porsche-Arena

Stuttgarter Porsche-Arena

Der Michelbacher Flötenkreis verfügt nun über eine weitere Großbass-Spielerin – nämlich mich. Ich habe mir für schrecklich viel Geld einen wunderschönen Großbass gegönnt.

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Mein neuer Großbass

Im Mai hatten wir ein sehr schönes musikalisches Projekt gemeinsam mit dem Tüngentaler Kirchenchor. Wir führten eine Mozart-Messe auf – für mich als mittelmäßig talentierte Flöterin eine absolute Herausforderung. Ich musste richtig feste üben!!!

Mozart-Messe - eine Herausforderung!

Mozart-Messe – eine Herausforderung!

Ende des Jahres haben sich für zwei Auftritte die Flötenensembles des Michelbacher Schulzentrums und der Kirchengemeinde vereint. Wir waren rund 30 Flöten – das war schon ein richtiges Orchester mit beeindruckendem Sound!

Ach ja, die Band DECAY, deren treuer Fan ich seit Jahren bin, feierte dieses Jahr  ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Wie bei Wein werden die Jungs mit den Jahren immer besser. Nach wie vor bin ich oft bei den Proben dabei und lasse mir keinen Auftritt entgehen. Dieses Jahr spielte die Band zum Beispiel beim Sommernachtsfest und auch zum BRT-Jubiläum in Westheim. Legendär war auch das interne Jubiläumsfest bei Odi. Ich glänzte  beim DECAY-Quiz mit profundem Halbwissen über die Bandgeschichte und gewann ein altes Plakat.  Auch freute ich mich sehr, bei Annis Geburtstag dabei sein zu dürfen. Das Mottofest führte zurück in die Sechziger, und mein Outfit war ziemlich laut.

Die Jungs von Decay - da mal a capella

Die Jungs von DECAY – hier mal a capella

Reisen – Dieses Jahr machten meine Tochter und ich in den Pfingstferien eine Tour nach Amsterdam und Zandvoort. Unterwegs besuchten wir noch meine alte Studienstadt Aachen und auf dem Rückweg machten wir Station bei meiner Freundin Iris, die ich lange nicht mehr gesehen hatte – eine große Freude für mich.  Im August besuchte ich dann bei großer Hitze für ein langes Wochenende Österreichs Hauptstadt Wien.

Freunde – Wieder lagen in meinem Freundeskreis Freude, Sorge und Trauer wieder eng beieinander. Ich war auf einer Hochzeit eingeladen und erlebte den Beginn eines gemeinsamen Lebenswegs. In meinem Kollegen- und Bekanntenkreis wird zweimal Nachwuchs erwartet. Drei Freunde fanden neue Partner und wirken sehr glücklich. Andere Freunde erkrankten schwer. Wieder verloren Freunde von mir ihre Eltern. Lilly, ein sehr lieber und von mir geschätzter Hund, musste eingeschläfert werden.

Llilly - unvergessen!

Lilly – unvergessen!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder festgestellt, wie wichtig und inspirierend meine Familie und Freunde für mich sind. Danke für die Zuwendung, für die Kameradschaft, das Gefühl von Verbundenheit und Vertrauen. Es war schön mit Euch!

Euch allen, liebe Freunde, ein glückliches, gesegnetes, erfolgreiches, gesundes Jahr 2016.

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